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STEYR TREFFEN 2010
Wenig fahren, kein Stress, viele Gespräche,
beste Betreuung und Gemütlichkeit,
das war GMUNDEN
1.)
Brainstorming
2.)
Planung
3.)
Durchführung
4.)
Bilder
Das STEYR
Team besteht seit dem Tode des legendären Mitbegründers Oberst Herbert
Bukovc nur mehr aus:
·
Klaus Tiede (der auch das STEYR Register führt und
verwaltet)
·
Max Hölzl
·
Johannes Walderdorff
Eigentlich
ist auch Heinrich Nagiller dabei, aber da er in Innsbruck ist und wenig
Zeit hat, wirkt er mehr im Hintergrund.
Dieses Team
war verantwortlich dafür, dass alle zwei Jahre ein fulminantes STEYR Treffen
stattfand. Diese Treffen haben seit einigen Jahren einen sehr hohen Stellenwert
und werden sehr stark frequentiert. Die Latte liegt also hoch.
1.
Brainstorming
Bei unseren Überlegungen, wie wir das gewöhnte Niveau halten könnten, kamen wir
anfangs recht in Verlegenheit. Wir besuchten unseren STEYR Kollegen KommR
Ferdinand Jandl in Ardagger, der sich bereit erklärte, mit uns ein solches
Treffen abzuwickeln. Aber bei aller Begeisterung für Gegend und geographische
Lage war uns bald klar, dass es mit der Unterkunft sehr haperte. Wir müssen doch
immer über 40 Fahrzeuge erwarten, meistens mit 2 Personen besetzt, also braucht
man jedenfalls über 40 Doppelzimmer und die entsprechenden Parkplätze.
Speisesaal, Ausflugsmöglichkeiten, Infrastruktur, Bereitschaft der offiziellen
Stellen, uns zu unterstützen, das sind alles zusätzliche Faktoren, die Beachtung
finden müssen. Wir besuchten die Tauplitz, wo Hotel etc. zwar stimmte, die Lage
aber doch für die meisten recht schwer und langwierig zu erreichen ist, und der
wieder vorgesehene Besuch der Burg Strechau mit dem erweiterten STEYR Museum von
Herrn Harald Boesch eben doch nur eine Wiederholung des letzten Treffens gewesen
wäre. Weiters prüften wir eine weitere Möglichkeit an der Donau, die beiden (!)
Häuser sind aber 5 km von einander entfernt und so kam das auch nicht in Frage.
Eine weitere Idee war, das Schloss Bernau in Fischlham mit der schönen Sammlung
der Familie Handlbauer zu besuchen, was aber daran scheiterte, dass wir eben
doch zu zahlreich sind, um ein Privathaus zu „überfallen“.
Letztendlich
machte Klaus Tiede den Vorschlag, „wie wäre es, wenn wir nach Gmunden führen“?
Er kannte ein geeignetes Hotel, die Gemeinde wäre sehr kooperativ, Schloss Ort
sei zu besichtigen, Schifferlfahren immer reizvoll und vor allem, man könnte in
das schöne Almtal fahren und am See essen. Denn eine schöne Ausfahrt mit unseren
Prachtstücken muss ja immer eingeplant werden.
2.
Planung
Klaus Tiede
und Johannes Walderdorff (Max Hölzl war leider verhindert) fuhren an einem
schönen, sonnigen Spätherbst-Tag nach Gmunden, besichtigten die Unterbringung
in der Forstschule, Schloss Ort, das als Schulungszentrum geführt wird und wegen
seiner Primitivität für uns nicht in Frage kam. Die Alternative war die
„Pension“ Magerl, die in Wirklichkeit ein sehr gepflegtes großes Hotel ist, mit
schönen Zimmern und prachtvollem Blick über den See. Dort empfing man uns dank
der Beziehung, die Klaus Tiede bereits bei einer anderen Gelegenheit aufgebaut
hatte, außerordentlich freundlich und kompetent. Unser „lokaler“ STEYR Freund
Franz Kölblimger erwies sich auch als sehr hilfreich und ließ seine guten
Verbindungen zu offiziellen Stellen spielen. Dadurch war die geplante
Aufstellung am Hauptplatz mit Begrüßung durch den Bürgermeister möglich, die
Hilfe der Polizei sichergestellt und der Transport mit dem „Bummelzug“ zum
Schloss Ort organisiert. Außerdem hatte er einen Freund, der uns die schönen
Plaketten anfertigte.
Ich rief den
Prinzen Ernst-August von Hannover an, der gerade in Grünau in seinem Jagdhaus
weilte. Er lud Klaus und mich spontan zum Mittagessen am Pool ein, wir saßen im
Freien in der schönen Sonne und tranken seinen köstlichen Châtau La Grange. Er
hatte auch den Besitzer der „Schloss Eggenberg Brauerei“, Herrn Dr. Stöhr
eingeladen, da dieser uns vielleicht behilflich sein könnte. Wir fuhren dann
auch hinter Stöhr nach Eggenberg, aber weder der Besuch in der doch recht weit
entfernten modernen Brauerei noch das Angebot, dort unseren Galaabend zu
veranstalten, fanden letztlich unsere Zustimmung.
Auf der Suche
für das Mittagessen bei der Ausfahrt nahmen wir den „Almthaler Hof“ in Grünau
ins Visier. Der Besuch war zwar interessant, wir merkten aber sofort, dass wir
uns da preislich in einer zu hohen Liga bewegten. Der Gasthof „Seehaus“ am
Almsee ist schön und geeignet und die Wirtin versprach gute Bedienung und gutes
Essen. Froh, dass es uns nun doch noch und zum letztmöglichen Zeitpunkt gelungen
war, etwas „Ordentliches“ auf die Beine zu stellen, fuhren wir wieder heim und
bewältigten alles andere per email und Telefon. Dieses „alles andere“ ist aber
auch mit sehr viel Arbeit und Kosten verbunden, welche Last hauptsächlich auf
Klaus und Waltraud Tiede lag. Vor allem musste eine Kalkulation her, die zu
einer Summe führte, die für alle Teilnehmer erschwinglich, fürs STEYR Register
aber nicht defizitär sein sollte. (In der Tat ging es sich dann mit dem
berühmten „blauen Auge“ aus!)
3.
Durchführung
Da wir so gut
geplant hatten, alle Drucksorten gedruckt und ausgesandt waren und sich auch
bald ziemlich viele Teilnehmer gemeldet hatten, hofften wir, dass die
Durchführung keine besonderen Überraschungen mehr bieten würde. Alle Teilnehmer
trafen pünktlich ein und nahmen ihre Teilnehmerunterlagen in schönen Mappen
entgegen, nicht ohne vorher unsere rührenden „STEYR-Maus“ Waltraud Tiede zu
passieren. Denn sie hatte ja die Finanzen über und da viele gar nicht eingezahlt
hatten, andere nur für eine Nacht kamen, weitere nur für ein Essen und wieder
andere nur über’n Tag und auch viele Änderungen in letzter Minute nötig waren,
war exakte Abrechnung natürlich nötig. Aber mit gewohnter Genauigkeit und
Präzision meisterte sie dieses „Tohuwabohu“ in kürzester Zeit. Keiner kam ihr
aus!
Die Idee, den
Freitag am Nachmittag für „Benzingespräche“ zu nutzen, wurde zu einem großen
Teil gut angenommen und füllte unser Treffen mit noch mehr Inhalt. Der Austausch
von typenspezifischen Erfahrungen ist ja für jeden sehr viel Wert.
Das
Abendessen im Restaurant war hervorragend, wurde rasch serviert und fand in
fröhlicher Stimmung statt. Launig und in gewohnt perfekter Manier begrüßte Max
Hölzl die Teilnehmer und hob Erni Bukovc, in Erinnerung an Ihren Gatten Herbert,
besonders heraus. Bei dieser Gelegenheit wiederholte er auch, den beim 1.
Treffen in Innsbruck verliehenen Ehrentitel „STEYR Maus“ für Waltraud Tiede, was
mit großem Hallo und Applaus quittiert wurde.
Danach lud
die milde Sommernacht zum Sitzen und „Ratschen“ im Freien ein. Ja, wir hatten
sogar auch für gutes Wetter gesorgt, obwohl vorher eine sehr unsichere
Wetterlage herrschte.
Der Samstag
führte uns nach gutem, reichhaltigem Frühstück, in Kolonne auf den Hauptplatz
der Stadt Gmunden, wo wir in 5er Reihe aufgestellt wurden. Da gleichzeitig der
Trödelmarkt stattfand, war schon viel Publikum da, und als wir mit unseren
schönen STEYR Automobilen daher kamen, brandete ein großer, begeisterter Applaus
auf. Es wurde uns Prosecco und Juice serviert und der Herr Bürgermeister
Wolfgang Ortner begrüßte uns statt per Mikrophon mit Handschlag. Das Interesse
für unsere Autos war enorm und was gibt es Schöneres, als wenn sich Leute für
„Dein“ Auto interessieren und nach Details fragen. Man gibt nur allzu gern
Auskunft. Dann geleitete uns die Polizei zur Stadt hinaus und wir fuhren die
schöne Route über Scharnstein ins Almtal. Dieses einmalige Naturparadies zeigte
sich denn auch von seiner besten Seite, die Parkplätze waren ausreichend (wenn
auch nicht extra reserviert). Die spärlichen Schattenplätze waren natürlich sehr
begehrt, strahlte die Sonne doch mit aller Kraft auf unsere blitzenden Autos.
Das Essen dort war in Ordnung. Überrascht hat uns, dass man für das von den
Fahrern bestellte Leitungswasser pro Glas 70 Cent verlangt hatte. Die Wirtin
meinte – auf unsere Anfrage - es bräuchte nicht bezahlt werden, aber da war es
schon geschehen. Ein kleiner Wermutstropfen war auch die unterschiedliche Dauer
des Essens. Manche warteten eine Stunde bis das Bestellte auf den Tisch kam. Die
Wirtin zeigte sich nicht, sie werkte wohl in der Küche, willkommen heißen hätte
sie uns trotzdem können.
Danach war
„frei“ angesagt, erst am späteren Nachmittag sollten wir mit dem „Bummelzug“ in
der Nähe des Hotels abgeholt werden, um über die Esplanade zum Schloss Ort
gebracht zu werden. Die Besichtigung des Film-bekannten und geschichtsträchtigen
Schlosses war bald vorbei und wir wanderten zur Schiffsanlegestelle, wo wir mit
dem für uns reservierten Schiff „MS Maria Theresia“ zur kleinen Seerundfahrt
ablegten. Diese Schifferlfahrten erfreuen sich immer wieder allergrößter
Beliebtheit. Aber ein Gewitter war im Anzug, und je schwärzer der Himmel sich
färbte, umso mehr stieg unsere Sorge, weil der Fahrer des Bummelzuges – als
Gmundner, sollte er es ja wissen, - Hagel nicht ausgeschlossen hatte. Dann aber
fuhr das Boot relativ rasch in den Hafen ein und wir machten uns möglichst
schnell zu Fuß auf den Weg ins Hotel. ‚Der Weg dorthin ist nicht gar so weit,
aber wenn es gerade zu regnen und zu stürmen beginnt und man an die offenen
STEYR Fenster oder gar Verdecke denkt, oder sich der offengelassenen Balkontür
mit Schaudern erinnert, wird man flugs zum Hasen!! Geschafft!Ehe es wirklich arg
wurde, war alles „im Trockenen“ und der Sturm tobte kurz über uns in einer
Wucht, die wir lange nicht erlebt hatten, aber kein Hagel, Gott sei Dank!!!
Fabelhaft war
dann das Galadiner, für welches die Hotelleitung ein Super-Büffet bereitet
hatte. Nicht nur war das Essen von allererster Qualität, sondern wir waren auch
beeindruckt, von den schönen alten Silberplatten, auf welchen alles angerichtet
war. Hochherrschaftlich!! Man kann überhaupt dieses Hotel Magerl mit seinen
rührigen und freundlichen hübschen dienstbaren Geistern nicht hoch genug loben!!
Wir tun es hier noch einmal von ganzem Herzen.
Ein schönes
STEYR Treffen ging dem Ende zu, denn am Sonntag verflüchtigten sich die meisten
schon recht früh, so auch der Verfasser dieser Zeilen, der hofft, dass alle
Teilnehmer fanden, es wäre dem Team Tiede-Hölzl-Walderdorff doch tatsächlich
gelungen, die Vergangenheit zu „toppen“.
Johannes Walderdorff
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Steyr-Treffen 2010 in Gmunden
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